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V-Person
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Eine V-Person oder Vertrauensperson (auch V-Mann/Vertrauensmann, V-Frau/Vertrauensfrau oder V-Leute/Vertrauensleute abgekĂŒrzt VP, in Ăsterreich auch Konfident, beim Bundesnachrichtendienst nachrichtendienstliche Verbindungcite-ref-kleine-anfrage-1-0[1]) ist eine private Person, deren planmĂ€Ăige, dauerhafte Zusammenarbeit als menschliche Quelle mit der Polizei, einem Nachrichtendienst oder dem Zoll Dritten nicht bekannt ist. Sie erhebt in dieser Funktion Informationen, die fĂŒr den jeweiligen Auftraggeber von Interesse sind, inklusive personenbezogener Daten. Durch Ausnutzung von Vertrauen kann eine V-Person die Möglichkeit erlangen, Informationen in privaten GesprĂ€chen und Situationen zu erhalten und von diesen ggf. Wort- und Bildaufzeichnungen zu fertigen.cite-ref-2[2]
Dabei agiert die V-Person oft in politisch extremistischen oder kriminellen Organisationen sowie in kriminalitÀtsverdÀchtigen Milieus, etwa der Drogenszene oder im Rotlichtbereich.
Die deutschen Richtlinien fĂŒr das Strafverfahren und das BuĂgeldverfahren definieren eine V-Person als âeine Person, die, ohne einer Strafverfolgungsbehörde anzugehören, bereit ist, diese bei der AufklĂ€rung von Straftaten auf lĂ€ngere Zeit vertraulich zu unterstĂŒtzen und deren IdentitĂ€t grundsĂ€tzlich geheim gehalten wird.âcite-ref-3[3] In Deutschland sind der fĂŒr das Bundesamt fĂŒr Verfassungsschutz (BfV), den MilitĂ€rischen Abschirmdienst (MAD) und den Bundesnachrichtendienst (BND) gĂŒltigen Legaldefinition des § 9b BVerfSchG nach Vertrauensleute Privatpersonen, deren planmĂ€Ăige, dauerhafte Zusammenarbeit mit einem Nachrichtendienst Dritten nicht bekannt ist.
Die V-Person ist abzugrenzen vom Informanten, der lediglich im Einzelfall tÀtig wird, vom verdeckten Ermittler, der Polizeibeamter ist und vom verdeckten Mitarbeiter, der Angehöriger eines staatlichen Nachrichtendienstes ist. (§ 9a BVerfSchG)
Eine V-Person kann zum Agent provocateur (Lockspitzel) werden; die Grenzen zur MittĂ€terschaft sind teilweise flieĂend.
In jĂŒngerer Zeit geriet die Praxis des Einsatzes von V-Personen in der rechtsextremistischen Szene durch deutsche Verfassungsschutz-Behörden vermehrt in die Kritik, insbesondere wegen des deshalb gescheiterten NPD-Verbotsverfahrens und der ungeklĂ€rten VorgĂ€nge um die Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund.
In der DDR nannte das Ministerium fĂŒr Staatssicherheit (MfS) eine V-Person âinoffizieller Mitarbeiterâ (IM). Dieser war eine nicht hauptamtlich fĂŒr das MfS tĂ€tige Person, deren Auftrag es nicht nur sein konnte, verdeckt Informationen zu beschaffen, sondern auch auf Ereignisse oder Personen Einfluss zu nehmen.
Contents
âą Wortherkunft
âą Grundlage
âą Arbeitsweise
âą Bezahlung
âą Bekannte FĂ€lle
âą Siehe auch
âą Literatur
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
Wortherkunft
Im allgemeinen Sprachgebrauch gilt der Ausdruck V-Person als partielles Kurzwort fĂŒr Vertrauensperson oder Verbindungsperson.cite-ref-4[4] Die Lesart âVertrauenspersonâ ist im nachrichtendienstlichen und kriminalistischen Fachjargon ebenso ĂŒblichcite-ref-5[5] wie in der Fachliteratur der Historiker,cite-ref-6[6] wobei nicht etwa eine Person gemeint ist, der man vertrauen und trauen kann, sondern eine Person, zu der eine vertrauliche, nĂ€mlich geheime Verbindung geknĂŒpft wird.cite-ref-7[7]
Bernadette Droste stellt in ihrem Handbuch des Verfassungsschutzrechts (2007) die These auf, das V stehe nicht fĂŒr Verbindung oder Vertrauen, sondern fĂŒr Vigilant.cite-ref-8[8] Die von Droste angegebenen Quellencite-ref-9[9] treffen dazu keinerlei Aussage; sie verweisen aber auf den provokanten Ausspruch des Rechtsanwalts Adolf Arndt von 1961, dass âdas V fĂŒr Verrat, nicht fĂŒr Vertrauen stehen sollteâcite-ref-10[10] (ohne seine Meinung zu teilen). Gelegentlich wird auch an anderer Stelle zusĂ€tzlich auf die mögliche Herleitung aus Vigilant hingewiesen.cite-ref-11[11] TatsĂ€chlich wurde das Wort âVigilantâ bis ins 20. Jahrhundert hinein im Sinne von âInformant der Polizei, Spitzelâ verwendet.cite-ref-12[12] Als VorgĂ€nger des Ausdrucks V-Mann/V-Person ist es aber gleichwertig mit Wörtern wie Spitzel, Informant, Konfident oder Denunziant zu sehen, eine engere sprachliche Beziehung ist unbelegt.
Grundlage
Der Einsatz von V-Personen erfolgt â fĂŒr Zwecke der Strafverfolgung â in der Bundesrepublik Deutschland auf der Grundlage der Gemeinsamen Richtlinien der Justizminister/-senatoren und der Innenminister/-senatoren der LĂ€nder ĂŒber die Inanspruchnahme von Informanten sowie ĂŒber den Einsatz von Vertrauenspersonen (V-Personen) und verdeckten Ermittlern im Rahmen der Strafverfolgung, nur unzureichend geregelt; die in den einzelnen BundeslĂ€ndern teils in unterschiedlichen Varianten in Kraft gesetzt wurden.
Seit dem 20. Jahrhundert kritisiert die Rechtswissenschaft die fehlende gesetzliche Regelung, die Ampel-Regierung unter Scholz vereinbarte im Koalitionsvertrag eine Regelung; seit 2023 befindet sich ein Gesetzentwurf im Gesetzgebungsverfahren, der die Regelung der V-Personen in der deutschen Strafprozessordnung vorsieht.cite-ref-13[13]
Die Befugnisnorm fĂŒr den Einsatz von V-Leuten durch das BfV findet sich in § 9b BVerfSchG. Der Paragraph gilt entsprechend fĂŒr den MAD gemÀà § 5 MAD-Gesetz und fĂŒr den BND gemÀà § 5 Satz 2 BND-Gesetz.
FĂŒr die deutschen Sicherheitsbehörden zĂ€hlen V-Leute zu den effektivsten nachrichtendienstlichen Mitteln.cite-ref-kleine-anfrage-1-1[1] Sie gelten als unverzichtbares Instrument fĂŒr alle Nachrichtendienste der Welt und bedeutsamste Informationsquelle fĂŒr die Verfassungsschutzbehörden.cite-ref-14[14]
Die V-Person handelt als Verwaltungshelfer.cite-ref-decker36-15-0[15] Daher sind ihre Handlungen dem Staat zurechenbar.cite-ref-decker36-15-1[15] Die Rechtsbeziehung zwischen dem Nachrichtendienst und der V-Person beruht auf einem privatrechtlichen Vertrag.cite-ref-bverwg-16-0[16] Folglich fallen Streitigkeiten nicht in den Bereich der Verwaltungsgerichtsbarkeit, sondern in den Bereich der ordentlichen Gerichtsbarkeit.cite-ref-bverwg-16-1[16]
V-Leute der Nachrichtendienste des Bundes dĂŒrfen in oder fĂŒr ihre PersonenzusammenschlĂŒsse, deren Bestrebungen sie aufklĂ€ren sollen, strafbare Handlungen begehen, sofern diese nicht in Individualrechte eingreifen, von den an den Bestrebungen Beteiligten derart erwartet wird, dass sie zur Gewinnung und Sicherung der InformationszugĂ€nge unumgĂ€nglich ist und diese nicht auĂer VerhĂ€ltnis zur Bedeutung des aufzuklĂ€renden Sachverhalts stehen (§ 9a Abs. 2 Satz 1 i. V. m. § 9b Abs. 1 Satz 1 BVerfSchG). Insofern liegt ein Rechtfertigungsgrund vor. Im Ăbrigen kann die Staatsanwaltschaft von der Verfolgung von im Einsatz begangenen Vergehen (nach MaĂgabe des § 9a Abs. 3 i. V. m. § 9b Abs. 1 Satz 1 BVerfSchG) absehen.
In Bestrebungen dĂŒrfen V-Leute keinen steuernden Einfluss nehmen (§ 9a Abs. 2 Satz 1 i. V. m. § 9b Abs. 1 Satz 1 BVerfSchG). V-Leute dĂŒrfen sich auch an strafbaren Vereinigungen beteiligen (ebd.).
V-Leute des Verfassungsschutzes können nach dem Verpflichtungsgesetz förmlich verpflichtet werden.cite-ref-17[17]
Arbeitsweise
Im Gegensatz zu einem verdeckten Ermittler gehört die V-Person keiner Behörde an, sondern ist eine Privatperson, die meist dem Milieu angehört, in dem sie eingesetzt wird. Die Motive fĂŒr die TĂ€tigkeit als V-Person können vielfĂ€ltig sein: Sie reichen vom finanziellen Interesse an den von Behörden gezahlten Entgelte ĂŒber ideelle und persönliche Motive wie Rache oder Konkurrenzneid bis hin zum Interesse an VergĂŒnstigungen wie Unterlassen der Strafverfolgung. Dadurch, dass die V-Person in die Strukturen der jeweiligen Gruppe integriert ist, sollen Informationen der Gruppe aus erster Hand von ihr an den Auftraggeber weitergeleitet werden.
V-Personen werden von einem speziell zugeordneten Mitarbeiter (VP-FĂŒhrer) der fĂŒr sie zustĂ€ndigen Behörde gefĂŒhrt, handeln also im Auftrag nach deren Vorgaben. Dies vor allem unterscheidet sie von einem Denunzianten, der aus eigener Veranlassung eine Behörde informiert.
Eine weitere Sonderform bildet der Counterman (CM) oder Doppelagent, der fĂŒr die eigene Seite sowie als Angehöriger eines fremden Nachrichtendienstes arbeitet.
Bezahlung
V-Leute können Entgelte, PrĂ€mien, Honorare, Auslagenerstattungen (Kostenersatz), Anerkennungen und Zuwendungen erhalten. Die Höhe der Zahlungen von PrĂ€mien an V-Leute wird fĂŒr das Bundesamt fĂŒr Verfassungsschutz durch die âBestimmungen ĂŒber die Bewirtschaftung des Titels 532 04â (fĂŒr Zwecke des Verfassungsschutzes) geregelt, die insgesamt als VS-VERTRAULICH eingestuft sind. Die auszahlenden staatlichen Stellen fĂŒhren 10 Prozent der PrĂ€miensumme an die Finanzkassen der LĂ€nder als pauschale Versteuerung ab. Zahlungen können sowohl bar als auch per Ăberweisung erfolgen, wobei ersteres die Regel ist. Der Bargeldempfang ist durch die V-Person grundsĂ€tzlich zu quittieren. Vor Steuer- und anderen Behörden dĂŒrfen V-Leute ihre erhaltenen Zahlungen nicht offenlegen, weil sie bei Anwerbung verpflichtet werden, ĂŒber ihre Zusammenarbeit mit Nachrichtendiensten Verschwiegenheit zu wahren.cite-ref-kleine-anfrage-1-2[1]
Nach Informationen der Onlineausgabe des Nachrichtenmagazins stern existiert beim Bundeskriminalamt eine nichtöffentliche, jedoch offizielle Tarifordnung, die die Bezahlung der Informanten je nach Gewicht oder Anzahl der sichergestellten Objekte regelt. Die Tarifordnung trĂ€gt den Namen âAllgemeine GrundsĂ€tze zur Bezahlung von V-Personen und Informantenâ.cite-ref-18[18]
Bekannte FĂ€lle
In den Fokus der Medien gerieten V-Leute des deutschen Verfassungsschutzes im Rahmen des NPD-Verbotsverfahrens durch zahlreiche Enttarnungen von V-Leuten in FĂŒhrungspositionen der NPD. Im Zuge der Ermittlungen zum NSU-Prozess und verschiedener parlamentarischer UntersuchungsausschĂŒsse wurde die TĂ€tigkeit mehrerer V-Personen im Umfeld der rechtsextremistischen Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund und ihrer Mordserie an Migranten aufgedeckt.
Bekannt als V-Mann wurde Klaus Steinmetz, dem es gelang, Kontakt zur Kommandoebene der RAF zu bekommen. Weitere bekannte V-Personen waren Ulrich SchmĂŒcker und Peter Urbach. SchmĂŒcker wurde infolge seiner TĂ€tigkeit ermordet, die Ermittlungen und der nachfolgende Prozess gelten als Justizskandal. Urbach spielte eine bis heute nicht vollstĂ€ndig aufgeklĂ€rte Rolle bei der Entstehung der terroristischen RAF, auĂerdem besorgte er eine Bombe fĂŒr einen Anschlag auf das jĂŒdische Gemeindehaus durch die Tupamaros West-Berlin 1968.cite-ref-rbb-online-19-0[19] Er erhielt nach seiner Enttarnung eine neue IdentitĂ€t im Ausland.
Adolf Hitler wurde im Jahre 1919 als V-Mann fĂŒr die neu eingerichtete Nachrichten- und AufklĂ€rungsabteilung des Gruppenkommandos des âĂbergangsheeresâ unter Hauptmann Karl Mayr geschult, um unter den demobilisierten Soldaten als der Vertrauensmann zu agitieren und als V-Person politische Parteien zu ĂŒberwachen. Im Rahmen eines solchen Einsatzes hatte er am 12. September 1919 den Auftrag, eine Versammlung der Deutschen Arbeiterpartei zu besuchen, der spĂ€teren NSDAP.cite-ref-20[20]
V-Leute der Landesbehörden fĂŒr Verfassungsschutz:
âą Tino Brandt, von 1994 bis 2001 fĂŒr das heutige Amt fĂŒr Verfassungsschutz ThĂŒringen tĂ€tig, treibende Kraft im neonazistischen Kameradschaftsnetzwerk ThĂŒringer Heimatschutz, seit 1999 in der NPD, seit April 2000 stellvertretender Landesvorsitzender der NPD.
âą Thomas Dienel, ThĂŒringer Neonazi-Szene.
âą Wolfgang Frenz (NPD), von 1961 bis 1995 fĂŒr das Verfassungsschutz Nordrhein-Westfalen tĂ€tig als omni modo facturus.
âą Ulrich SchmĂŒcker, Bewegung 2. Juni, der Prozess um seinen Tod gilt als Justizskandal, da das Verfahren â wie offiziell festgestellt â vielfach manipuliert und vom Verfassungsschutz und mindestens zwei StaatsanwĂ€lten massiv behindert wurde.
âą Peter Urbach, genannt âS-Bahn-Peterâ, er versorgte am 11. April 1968 Demonstranten gegen den Springer-Konzern âmit einem guten Dutzend zĂŒndfertiger Molotowcocktailsâcite-ref-21[21] und lieferte Bomben und Waffen an Personen aus der Berliner APO, die spĂ€ter zu den GrĂŒndungsmitgliedern der Rote Armee Fraktion gehörten. AuĂerdem lieferte er die Bombe fĂŒr den Anschlag auf das JĂŒdische Gemeindehaus in Berlin 1969.
âą Michael Wobbe, Rechtsextremist aus QuakenbrĂŒck, Sicherheitschef bei der Nationalistischen Front, nach seinem Ausstieg wurde ĂŒber ihn ein Buch geschrieben (Der V-Mann, Rotbuch Verlag).
Politische Debatte in Deutschland
Der Einsatz von V-Personen als stĂ€ndige Nachrichtengeber erfordert im Unterschied zu verdeckten Ermittlern/Mitarbeitern und gelegentlichen Informanten eine kontinuierliche UnterstĂŒtzung mit Geld und andere MaĂnahmen, die die Teilnahme an der Arbeit der ĂŒberwachten Organisationen aufrechterhalten wie Straferlass, Kronzeugenregelung und ZurĂŒckhaltung von Informationen gegenĂŒber anderen ermittelnden Behörden. Diese UnterstĂŒtzung von V-Personen widerspricht dem Gerechtigkeitsgrundsatz der Justiz, ohne Ansehen der Person zu ermitteln und fördert die Arbeit der V-Personen fĂŒr die ĂŒberwachten Organisationen. WĂ€hrend im April 2013 BĂŒndnis 90/Die GrĂŒnen die komplette Abschaffung von V-Personen forderten,cite-ref-22[22] halten SPD, CDU/CSU und FDP am Einsatz von V-Personen fest. Der Einsatz von V-Leuten durch die Polizei, etwa im Kampf gegen die Organisierte KriminalitĂ€t, ist in Deutschland nicht durch ein Gesetz geregelt. Die Ampelregierung legte 2024 einen entsprechenden Entwurf vor, doch der wurde im Bundestag nicht mehr verabschiedet. Im Koalitionsvertrag der Regierung Merz ist die Schaffung eines solchen Gesetzes nicht vorgesehen.cite-ref-0-23-0[23]
Siehe auch
Literatur
âą Anna Luise Decker: Der V-Manneinsatz durch Polizei und Verfassungsschutz. Peter Lang, Berlin 2018, ISBN 978-3-631-76697-2.
âą Jan-Hendrik Dietrich: Geheime Mitarbeiter der Nachrichtendienste. In Jan-Hendrik Dietrich, Sven-R. Eiffler (Hrsg.): Handbuch des Rechts der Nachrichtendienste. Boorberg, Stuttgart 2017, ISBN 978-3-415-05921-4, S. 1017â1093.
âą Schleswig-Holstein: Richtlinien ĂŒber die Inanspruchnahme von Informantinnen und Informanten und den Einsatz von Vertrauenspersonen (V-Personen) im Rahmen der Strafverfolgung
âą Brandenburg: Inanspruchnahme von Informanten, Einsatz von V-Personen und Verdeckten Ermittlern. Gemeinsamer Runderlass des Ministeriums der Justiz (4110 â III. 15) und des Ministeriums des Innern (IV/2 - 2701) vom 21. Februar 1994
âą Klaus Detter (PDF; 118 kB): Einige Gedanken zu audiovisueller Vernehmung, V-Mann in der Hauptverhandlung und der Entscheidung des Bundesgerichtshofs in der Sache El Motassadeq.
âą Volker Krey (PDF; 399 kB): KriminalitĂ€tsbekĂ€mpfung um jeden Preis? â Zur kontinuierlichen Ausweitung des Bereichs verdeckter Ermittlungen.
âą Rolf Gössner: Geheime Informanten. V-Leute des Verfassungsschutzes: Kriminelle im Dienst des Staates (= Knaur-TaschenbĂŒcher, Band 77684). Knaur-Taschenbuch, MĂŒnchen 2003, ISBN 3-426-77684-7.
Weblinks
Wiktionary: Vertrauensmann
â BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Ăbersetzungen
Wiktionary: V-Mann
â BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Ăbersetzungen
âą Literatur von und ĂŒber V-Person im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
âą Informationen oft irrelevant. Interview mit Neonazi-Ausstiegshelfer Fabian Wichmann, N-tv, MĂ€rz 2012
âą GefĂ€hlriches GeschĂ€ft. In: SĂŒddeutsche Zeitung
âą Bettina Winsemann: Kafkaeske VerdĂ€chtigungen und Pimp my Ăberwachungsgrund. Telepolis, Oktober 2009.
âą STRG_F: V-Mann packt aus: 10 Jahre Freunde bespitzelt vom 19. April 2022
Einzelnachweise
cite-note-kleine-anfrage-11. â Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage â Staatliche PrĂ€mien fĂŒr V-Leute und die Anzeige- und Steuerpflicht. (PDF) Abgerufen am 9. Dezember 2018.
cite-note-22. â BVerfG, Urteil vom 20. April 2016 - BvR 966/09, 1 BvR 1140/09 Rdnr. 160
cite-note-33. â Richtlinien fĂŒr das Strafverfahren und das BuĂgeldverfahren, Anlage D 2.2
cite-note-44. â V-Mann. In: Duden, Universalwörterbuch, 7. Auflage. 2011 (auch online). Ebenso Brockhaus/Wahrig: Deutsches Wörterbuch. 9. Auflage. 2011. Ebenso Mackensen: Deutsches Wörterbuch. 11. Auflage. 1986. V-Leute. In: Brockhaus EnzyklopĂ€die online; abgerufen am 27. Mai 2013.
cite-note-55. â V-Leute. Bundesamt fĂŒr Verfassungsschutz, Onlineglossar; abgerufen am 27. Mai 2013. Vertrauensperson. In: Kriminalistik-Lexikon. 4. Auflage. Heidelberg u. a. 2011. Ebenso Wörterbuch der Polizei. 2. Auflage. MĂŒnchen 2010.
cite-note-66. â Exemplarisch: Weyrauch: Gestapo V-Leute. Frankfurt am Main 1989. Mallmann: Die V-Leute der Gestapo. In: Paul, Mallmann: Die Gestapo â Mythos und RealitĂ€t. Darmstadt 1995.
cite-note-77. â Lisken, Denninger: Handbuch des Polizeirechts. 5. Auflage. 2012, Kapitel E, Randnummer 262.
cite-note-88. â Droste: Handbuch des Verfassungsschutzrechts. Stuttgart u. a. 2007, S. 266/267.
cite-note-99. â Droste: Handbuch des Verfassungsschutzrechts. Stuttgart u. a. 2007, S. 267, FuĂnote 858. Borgs, Ebert: Das Recht der Geheimdienste. Stuttgart 1986, A §3 Rn. 157 [auch Randnummer 158]. Friedrichs: Der Einsatz von âV-Leutenâ durch die Ămter fĂŒr Verfassungsschutz. Göttingen 1981. Gusy: Rechtsstellung und BetĂ€tigung von V-Leuten der Nachrichtendienste. In: RiA, 1981, S. 101 ff. [gemeint ist 1982, Zeitschrift Recht im Amt, online, erster Absatz, Beleg Fn. 3].
cite-note-1111. â Lisken, Denninger: Handbuch des Polizeirechts. 5. Auflage. 2012, Kapitel E, Randnummer 262 mit FuĂnote 314 beispielsweise verweist auf Waechter: Polizei- und Ordnungsrecht, 1. Auflage. 2000, Rdn. 629 mit Fn. 210 [gemeint ist Fn. 201], wo unbelegt auf weitere Stellen verwiesen wird: âTeilweise wird der Terminus [âŠ] auf [âŠ] âVigilantâ oder âVerbindungspersonâ [âŠ] zurĂŒckgefĂŒhrt.â Waechter verwendet ansonsten die Wörter Vertrauensperson und V-Person.
cite-note-1212. â Vigilant. In: Jacob Grimm, Wilhelm Grimm (Hrsg.): Deutsches Wörterbuch. 16 BĂ€nde in 32 TeilbĂ€nden, 1854â1960. S. Hirzel, Leipzig (woerterbuchnetz.de). Mackensen: Deutsches Wörterbuch. 11. Auflage. 1986. Duden, Das groĂe Fremdwörterbuch. 4. Auflage. 2007.
cite-note-1313. â Entwurf: Gesetz zur Regelung des Einsatzes von Verdeckten Ermittlern und Vertrauenspersonen sowie zur Tatprovokation. Gesetzgebungsverfahren. Bundesministerium der Justiz, 14. MĂ€rz 2024, abgerufen am 25. April 2024.
cite-note-1414. â Anna Luise Decker: Der V-Manneinsatz durch Polizei und Verfassungsschutz. Peter Lang, Berlin 2018, ISBN 978-3-631-76697-2, S. 26.
cite-note-decker36-1515. â Anna Luise Decker: Der V-Manneinsatz durch Polizei und Verfassungsschutz. Peter Lang, Berlin 2018, ISBN 978-3-631-76697-2, S. 36 ff.
cite-note-bverwg-1616. â Joachim BĂŒge, Kurt Graulich, Wolfgang Bier: Beschluss vom 26.05.2010 â BVerwG 6 A 5.09. In: bverwg.de. Bundesverwaltungsgericht, 26. Mai 2010, abgerufen am 1. Januar 2019 (Leitsatz: Die Rechtsbeziehung zwischen dem Bundesnachrichtendienst und einer Vertrauensperson i. S. v. § 3 Satz 1 BNDG i. V. m. § 8 Abs. 2 Satz 1 BVerfSchG beruht auf einem privatrechtlichen Vertrag).
cite-note-1717. â ThĂŒringer Verfassungsschutzgesetz. In: thueringen.de. 8. August 2014, abgerufen am 2. Januar 2019.
cite-note-1818. â Werner Mathes: Geheime BKA-"Tarifordnung"
cite-note-rbb-online-1919. â blog.lucidaintervalla.com (Memento vom 27. Dezember 2012 im Webarchiv archive.today)
cite-note-2020. â Tobias Birzer: Adolf Hitlers Aufstieg in der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei. GRIN Verlag, MĂŒnchen 2003, S. 2.
cite-note-2121. â Ulrich Chaussy: Die drei Leben des Rudi Dutschke. Eine Biographie. ISBN 3-472-86576-8, S. 253.
cite-note-2222. â Parteitag: GrĂŒne wollen V-Leute komplett abschaffen. 27. April 2013, abgerufen am 29. April 2013.
cite-note-0-2323. â Ăber den Tod eines V-Manns der Frankfurter Polizei. 18. August 2025, abgerufen am 21. August 2025.